Hintergründe zum neuen Managementkonzept

Die Professionalisierung der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Anspruch des Patienten auf eine fachgerechte und verantwortungsbewusste Pflege, aber auch die Forderung der Mitarbeiter nach angemessenen Arbeitsbedingungen fordern eine Weiterentwicklung der bisherigen Organisationsstrukturen.

Die Gruppenpflege ist auf allen Stationen implementiert. Unsere Informations- und Dokumentationssysteme werden laufend in der Anwendung optimiert. Darauf basierend wird eine gezielte Pflegeplanung, im Sinne des Regelkreises unter Anwendung von Pflegediagnosen, Pflegestandards und Pflegevisiten, durchgeführt. Die gezielte Planung ermöglicht uns einen patientenorientierten (kundenorientierten) Tagesablauf gemeinsam mit allen Berufsgruppen. Die Dienstplangestaltung für den Pflegedienst stellt einerseits die Patientenversorgung sicher, anderseits werden dem Pflegepersonal die notwendigen Ruhezeiten ermöglicht. Eine Förderung der fachlichen Qualifikation des Pflegepersonals durch interne und externen Fort- und Weiter- und Sonderausbildungen ist nötig, in denen neueste Entwicklungen, auch aus der Pflegeforschung, vermittelt werden.

Letztendlich muss auch zum Wohle der Patienten und der Pflegenden eine Unterstützung durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationsmedien gewährleistet sein.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entschied sich die  Pflegedirektion zu einer Neuorientierung der Strukturen. Sie entwickelte ein Organisationskonzept, das u.a. die Nutzung des Fachwissens "pflegefremder" Berufsgruppen zum Inhalt hat. Dies ist eine Richtung, die in den angelsächsischen Ländern seit langem umgesetzt wird, für österreichische Verhältnisse jedoch beschritt die Pflegedirektion damit einen relativ neuen Weg.